"Die Vielfalt ist der Leuchtturm" – was Gisbert Wundram und Kay Dammholz mit DFB.TV vorhaben.
“Wir wollen ganz neue Aspekte des Fußballs überhaupt erst in den Scheinwerferkegel der Aufmerksamkeit bringen”, erklärt Kay Dammholz im turi2 Podcast. Er ist beim DFB für Sportrechte zuständig und startet am Freitag DFB.TV. Bei dem neuen Bezahlsender, der als Joint Venture mit dem Sportdigital-Betreiber Sportainment entsteht, wirkt Dammholz auch als Managing Director. Im Podcast-Interview von turi2-Chefredakteur Markus Trantow erklären Dammholz und Sportainment-Chef Gisbert Wundram, dass sie sich aus dem Poker um die großen Fußball-Rechte bewusst heraushalten. Man wolle den Rechten eine Bühne bauen, “die es nicht aus eigener Kraft schaffen, einen Käufer zu finden”, sagt Dammholz. Wundram ergänzt: “Es gibt bei uns nicht dieses eine Leuchtturmrecht, um das herum alles gebaut wird. Sondern die Vielfalt ist der Leuchtturm.”
Der Gründer der Firma Sportainment hat mit seinen Sportdigital-Kanälen Erfahrung mit der kommerziellen Vermarktung von Nischen-Sportrechten. DFB.TV ist zwar ein Bezahlsender, die meisten Fans, die schon ein Abo bei einem der Sportbezahldienste haben, müssen aber wohl nichts extra zahlen, um das lineare Programm zu sehen, weil es schon zum Start bei Vodafone, Dazn, HD+ und Zattoo im Bouquet sein wird. Mit Sky und Magenta befinde man sich “in fortgeschrittenen Gesprächen”, sagt Wundram. Für alle, die ohne Pay-TV-Abo auf DFB.TV zugreifen wollen, gibt es eine App, die knapp 6 Euro pro Monat oder knapp 60 Euro pro Jahr kostet.
Im Podcast geht es um die Inhalte der ersten Sendewochen, das Geschäftsmodell, die Vermarktung und die Aussichten für den Sender, der am Freitag um 15.30 Uhr on air geht. Kay Dammholz wünscht sich, dass DFB.TV in einem Jahr “ein Go-to-Angebot für jeden Fußballfan” ist.
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